#halbzeit Messner 3/3: Vernetzte Krankenhäuser und weniger Wartezeiten
Für eine zukunftsfitte Gesundheitsversorgung werden laut Landesrat Hubert Messner Krankenhäuser zu einem Netzwerk ausgebaut, in Personal und Ausbildung investiert und so auch die Wartezeiten verkürzt
SIGMUNDSKRON/BOZEN (LPA). Um das Gesundheitssystem in Südtirol langfristig zu stärken, sind laut Hubert Messner, Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit eine stärkere Vernetzung der Krankenhäuser sowie Investitionen in Personal, Ausbildung und Infrastrukturen wichtig. Dadurch zeigen sich auch erste Erfolge bei den Wartezeiten, berichtete Messner bei seiner #halbzeit-Pressekonferenz am 20. Juli auf Sigmundskron.
Die Terminanfragen nach Gesundheitsleistungen steigen jährlich um rund zehn Prozent. Trotz steigender Nachfrage gelang es laut Landesrat, die Einhaltung der Wartezeiten beispielsweise bei prioritären Leistungen von 78 Prozent (2024) auf 84 Prozent (2025) zu steigern. Aktuell liege der Angebotsindex sogar auf 85 Prozent (Daten von Juni 2026), so Messner. Auch bei aufschiebbaren Leistungen gab es eine Verbesserung von 74 (2024) auf 83 Prozent (2025), bei programmierten Leistungen von 83 auf 89 Prozent. Bei der telefonischen Erreichbarkeit in der Vormerkstelle liegt die durchschnittliche Antwortzeit inzwischen bei etwa 50 Sekunden, also unter dem Zielwert von einer Minute. Erreicht wurde dies durch den besonderen Einsatz der Mitarbeitenden, hob Messner hervor. Auch das systematische Monitoring, Taskforces und eine genaue Vorab-Berechnung des Bedarfs an Leistungen habe zu einer besseren Steuerung beigetragen, sagte Messner. Nun gelte es, in diese Richtung weiterzuarbeiten.
"Ein Krankenhaus mit sieben starken Standorten" lautet hingegen das Credo von Landesrat Messner in der Krankenhausversorgung: Die einzelnen Krankenhäuser sollen künftig als Teil eines vernetzten Systems agieren. Fachbereiche stimmen sich enger ab, Leistungen werden koordiniert und Ressourcen besser genutzt. "Durch zentrales Bettenmanagement und gemeinsame OP‑Planung wollen wir Kapazitäten effizient nutzen und Patientinnen und Patienten schneller versorgen", erläuterte Messner. Auch die direkte Kontaktmöglichkeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten und Fachabteilungen werde ausgebaut, damit Abläufe einfacher und unnötige Wege vermieden würden, sagte der Landesrat. Zudem verbessere sich so die Qualität und Angemessenheit der Versorgung.
"Kein Gesundheitssystem funktioniert ohne motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", betonte Messner und dankte allen, die jeden Tag für die Gesundheit der Südtirolerinnen und Südtiroler im Einsatz sind. Der Landesrat verwies auf die getätigten Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen und Ausbildung wie neue Kollektivverträge, die Einführung der 36‑Stunden‑Woche für das Pflegepersonal sowie modernes Recruiting, den Ausbau der medizinischen Ausbildung in Bozen, Studienförderungen, Praktika und internationale Kooperationen. Derzeit sind rund 270 Fachärztinnen und Fachärzte im Südtiroler Sanitätsbetrieb in Ausbildung.
"Der Trend ist insgesamt positiv, auch wenn Veränderungen Zeit brauchen", zog Landesrat Messner Bilanz. Es gelte, die Gesundheitsversorgung konsequent weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen – sowohl die Patientinnen und Patienten als auch jene, die Tag für Tag im Gesundheitswesen arbeiten.
san
Bildergalerie
Dokumente zum Herunterladen
- "Kein Gesundheitssystem funktioniert ohne motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", betonte Landesrat Hubert Messner (im Bild mit einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Ressorts und des Sanitätsbetriebs) und dankte allen, die jeden Tag für die Gesundheit der Südtirolerinnen und Südtiroler im Einsatz sind. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Ein Krankenhaus mit sieben starken Standorten: Die Grafik veranschaulicht das Südtiroler Modell vernetzter Krankenhäuser in Südtirol und zeigt den deutlichen Anstieg der monatlichen Terminanfragen beim Einheitlichen Landesvormerksystem (ELVS) um elf Prozent zwischen 2024 und 2025. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [IMG 264 kB]
- Ein Krankenhaus mit sieben starken Standorten: Die Grafik veranschaulicht das Südtiroler Modell vernetzter Krankenhäuser in Südtirol und zeigt den deutlichen Anstieg der monatlichen Terminanfragen beim Einheitlichen Landesvormerksystem (ELVS) um elf Prozent zwischen 2024 und 2025. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [PDF 973 kB]
- Die Entwicklung der Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen zeigt positive Ergebnisse. In allen drei Prioritätsklassen wurden die Zielwerte verbessert. Die Grafik veranschaulicht die Nachfrageentwicklung sowie die Einhaltung der vorgegebenen Wartezeiten im Vergleich der Jahre 2024, 2025 und 2026. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [PDF 767 kB]
- Die Entwicklung der Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen zeigt positive Ergebnisse. In allen drei Prioritätsklassen wurden die Zielwerte verbessert. Die Grafik veranschaulicht die Nachfrageentwicklung sowie die Einhaltung der vorgegebenen Wartezeiten im Vergleich der Jahre 2024, 2025 und 2026. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [IMG 225 kB]

