#halbzeit Messner 2/3: Rasche, nahe und passende Hilfe
Enges Netz wohnortnaher Gesundheitsdienste im ganzen Land soll sicherstellen, dass Menschen nach Bedarf und koordiniert versorgt werden, so Landesrat Hubert Messner – Sieben Gemeinschaftshäuser aktiv
SIGMUNDSKRON/BOZEN (LPA). Ein noch besser vernetztes Modell der wohnortnahen Gesundheitsbetreuung soll die Gesundheitsversorgung in Südtirol zukunftsfähig machen. Landesrat Hubert Messner, zuständig für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, stellte bei seiner #halbzeit-Pressekonferenz am 20. Juli auf Schloss Sigmundskron bei Bozen die Bausteine dafür vor. "Das ausgebaute Versorgungsnetz soll Betreuung stärker außerhalb des Krankenhauses und in Wohnortnähe verlagern und besser miteinander verknüpfen, damit die Patientinnen und Patienten langfristig eine stabile Gesundheitsversorgung bekommen. Vor allem geht es uns dabei um Menschen mit chronischen Erkrankungen, die im Steigen begriffen sind", erklärte Messner. "Nicht jeder Weg muss ins Krankenhaus führen. Entscheidend ist schnelle koordinierte Hilfe am richtigen Ort", betonte Messner.
Bereits heute zeige sich der Fortschritt konkret, so der Landesrat: Sieben Gemeinschaftshäuser sind landesweit bereits in Betrieb, darunter zwei rund um die Uhr geöffnete Hub-Gemeinschaftshäuser in Bozen (Loew‑Cadonna) und Brixen sowie weitere in Leifers, Naturns, Mals, Klausen und Innichen. Bis 2028 sollen insgesamt zwölf Gemeinschaftshäuser entstehen, die als ausgebaute Sprengel gesundheitliche und soziale Dienste noch besser bündeln und zusätzliche Dienste bieten. "Es geht darum, Menschen ganzheitlich, nah und richtig zu versorgen", sagte Messner.
Auch von den Gemeinschaftskrankenhäusern, die die Lücke zwischen Krankenhaus und Betreuung zu Hause schließen sollen, sind bereits jene in Bozen und Meran aktiv. Auch in Neumarkt soll es in Zukunft ein Gemeinschaftskrankenhaus geben.
Ergänzt wird das System von fünf wohnortnahen Einsatzzentralen in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Neumarkt. "Sie koordinieren die Übergänge zwischen Krankenhaus, wohnortnaher Versorgung und Intermediärpflege und sorgen dafür, dass Patientinnen und Patienten ohne Unterbrechung begleitet werden", erklärte der Landesrat.
Ein zentraler Baustein im System kommt mit Ende Sommer 2026 hinzu: Die geplante Gesundheitshotline 116117, die zuerst im Raum Bozen und dann landesweit aktiviert wird, wird rund um die Uhr erreichbar sein, Orientierung bieten und gezielt an die passende Stelle weiterleiten.
Auch Telemedizin und Telekonsultationen zwischen Hausärztinnen, Hausärzten und Fachärztinnen und Fachärzten können laut Messner künftig zusätzlich helfen, schneller zu entscheiden und Wege zu verkürzen. Parallel würden Hauskrankenpflege, familienzentrierte Betreuung und palliative Versorgung ausgebaut, so der Landesrat. "So entsteht nach und nach ein eng abgestimmtes Netz an Diensten, das ineinandergreifend funktioniert", sagt Messner. Die wohnortnahe Versorgung werde künftig noch weiter ausgebaut, so der Landesrat.
san
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- Ein ausgebautes Versorgungsnetz mit Gemeinschaftshäusern, Gemeinschaftskrankenhäusern, wohnortnahen Einsatzzentralen und der Gesundheitshotline, soll Betreuung stärker außerhalb des Krankenhauses und in Wohnortnähe verlagern und besser miteinander verknüpfen, damit die Patientinnen und Patienten schnell koordinierte Hilfe am richtigen Ort bekommen, unterstrich Gesundheitslandesrat Hubert Messner bei seiner #halbzeit-Pressekonferenz auf Schloss Sigmundskron. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Mit Gemeinschaftshäusern, Gemeinschaftskrankenhäusern, Wohnortnahen Einsatzzentralen und der Gesundheits-Hotline 116117 entsteht in Südtirol ein flächendeckendes Netz wohnortnaher Gesundheitsversorgung. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [PDF 348 kB]
- Mit Gemeinschaftshäusern, Gemeinschaftskrankenhäusern, Wohnortnahen Einsatzzentralen und der Gesundheits-Hotline 116117 entsteht in Südtirol ein flächendeckendes Netz wohnortnaher Gesundheitsversorgung. (Quelle: Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit/Grafik: Viktoria Huber) » [PDF 348 kB]
