Wartezeiten weiter gesenkt: Positiver Trend setzt sich 2026 fort

28.04.2026, 08:15

Zentrale Einheit bestätigt nachhaltige Verbesserung im Gesundheitswesen – Trotz Nachfrage, die um 10 Prozent gestiegen ist - Elisabeth Montel als RUAS ernannt

Die Wartezeiten im Bereich der Gesundheitsversorgung konnten Schritt für Schritt verringert werden, hat die Zentrale Einheit für die Verwaltung der Gesundheitsversorgung sowie der Wartezeiten und der Wartelisten nun bestätigt. (Foto: LPA/Claudia Corrent)
Die Wartezeiten im Bereich der Gesundheitsversorgung konnten Schritt für Schritt verringert werden, hat die Zentrale Einheit für die Verwaltung der Gesundheitsversorgung sowie der Wartezeiten und der Wartelisten nun bestätigt. (Foto: LPA/Claudia Corrent)

BOZEN (LPA). Die Entwicklung bei den Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen bleibt positiv und stabil. Das ist das zentrale Ergebnis der gemeinsamen Sitzung der Zentralen Einheit für die Verwaltung der Gesundheitsversorgung sowie der Wartezeiten und der Wartelisten mit dem Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, die am 27. April stattgefunden hat. 

Im Rahmen der Sitzung wurde Bilanz zu den bisher bereits umgesetzten Maßnahmen gezogen und anstehende Herausforderungen diskutiert. Das Gremium bildet – neben der Task Force Wartezeiten des Sanitätsbetriebs – den zentralen Steuerungstisch auf Ebene des Landes, an dem Maßnahmen zur Reduzierung der Wartezeiten ausgearbeitet, koordiniert und begleitet werden.

Stabile Entwicklung trotz steigender Nachfrage

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Entwicklung des Angebotsindex, der misst, in welchem Ausmaß Termine innerhalb der vorgesehenen Fristen durchgeführt werden können. Ein Vergleich der jeweils ersten Jahresquartale (Januar bis März) zeigt, laut Zentraler Einheit, eine durchgehend positive Entwicklung über die letzten drei Jahre: Bei den prioritären Leistungen (zu erbringen innerhalb von 10 Tagen) ist der Angebotsindex von 71 Prozent im Jahr 2024 auf 77 Prozent im Jahr 2025 und weiter auf 86 Prozent im Jahr 2026 gestiegen. Bei den aufschiebbaren Leistungen (30 Tage für Visiten bzw. 60 Tage für diagnostisch-instrumentelle Leistungen) hat sich der Wert von 69 Prozent (2024) auf 81 Prozent (2025) erhöht und ist auch 2026 stabil bei 81  Prozent geblieben. Auch bei den programmierten Leistungen (120 Tage) zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend von 80 Prozent im Jahr 2024 auf 86 Prozent im Jahr 2025 und 89 Prozent im Jahr 2026.

„Die Entwicklung ist eindeutig: Die Wartezeiten sinken nachhaltig – und das, obwohl die Terminanfragen für denselben Jahreszeitraum von etwa 144.000 Anfragen 2024 auf über 156.000 2026 um fast 10 Prozent gestiegen sind. Dass wir unter diesen Bedingungen eine stabile Verbesserung erreichen, zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Maßnahmenpaket zeigt Wirkung

Das Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit bewertet die positive Entwicklung als Ergebnis eines breit angelegten Maßnahmenpakets. „Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent an mehreren Stellschrauben gearbeitet – von der besseren Terminsteuerung bis hin zur Ausweitung von Leistungen. Entscheidend war dabei auch das enge Zusammenspiel und die Arbeit der Zentralen Einheit sowie der betrieblichen Task Force“, erklärt Messner. „Die Maßnahmen werden gemeinsam definiert und anschließend vom Sanitätsbetrieb konsequent umgesetzt.“

Neue, zentrale Koordinierungsfunktion besetzt

Im Rahmen der Sitzung wurde zudem eine wichtige personelle Entscheidung getroffen: Elisabeth Montel, die Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, wurde zur neuen einheitlichen Verantwortlichen für die Gesundheitsversorgung (RUAS) ernannt. Diese Funktion ist im staatlichen Dekret zum Abbau der Wartezeiten vorgesehen und übernimmt eine zentrale Rolle bei der Koordination, Überwachung und Steuerung der Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungsstandards und der Einhaltung der Wartezeiten. Montel folgt auf Pierpaolo Bertoli, der in den Ruhestand getreten ist. Roberta Vanzetta wurde in ihrer Funktion als Stellvertreterin bestätigt. 

red/pir