Versuchszentrum Laimburg: Gemeinsam für naturnahe Gärten
23 Fachleute aus 4 Ländern beraten bei Generalversammlung der "European Garden Association – Natur im Garten International" am Versuchszentrum Laimburg über naturnahes Gärtnern
PFATTEN (LPA). Naturnah gestaltete Gärten und Grünflächen bieten Tieren Lebensraum, speichern Regenwasser, mindern Hitzeinseln und sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Dafür setzt sich die europaweite Initiative "Natur im Garten" ein. Bei der Generalversammlung der "European Garden Association – Natur im Garten International" am 19. Oktober am Versuchszentrum Laimburg tauschten sich 23 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Italien über Klimawandelanpassung, Hitze, Trockenheit und einen nachhaltigen Umgang mit Wasser aus.
"Mit seiner Beteiligung setzt das Versuchszentrum Laimburg ein Zeichen für die nachhaltige Entwicklung von Gärten und öffentlichen Grünflächen in Südtirol", betonte Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Die Initiative gewinne zunehmend an Bedeutung und rücke naturnahes Gärtnern zunehmend stärker ins Bewusstsein: "Jeder Garten und jede Grünfläche kann einen Beitrag zu mehr Biodiversität und Nachhaltigkeit leisten."
Als zentralen Lösungsansatz nannten die Fachleute eine standortgerechte Pflanzenauswahl: Nicht der Standort soll an die gewünschte Bepflanzung angepasst werden, sondern die Pflanzen an die jeweiligen Bedingungen. Besonders Stauden und Geophyten bieten dafür viele Möglichkeiten. Ober- und unterirdische Zisternen können Niederschlagswasser speichern und in Trockenperioden verfügbar machen. Weitere Themen waren Gartentourismus, Torfersatzstoffe, artenreiche Blumenwiesen und der fachgerechte Pflanzschnitt wurzelnackter Obstbäume.
"Natur im Garten" steht für den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Düngemittel sowie auf Torf. "Gleichzeitig setzen wir auf heimische Pflanzenarten, vielfältige Lebensräume und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen“, erklärte Helga Salchegger, Leiterin des Fachbereichs Gartenbau am Versuchszentrum Laimburg. Dazu zählen naturnahe Blumenwiesen, vielfältige Gestaltungselemente und mehrjährige Gartenpflanzen.
Das Netzwerk "Natur im Garten" ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. Es fördert den Wissensaustausch, entwickelt gemeinsame Qualitätsstandards und stärkt die ökologische Gestaltung von Grünräumen. In Südtirol ist das Versuchszentrum Laimburg Lizenznehmer und berät Gemeinden und Privatpersonen im Rahmen einer Zertifizierung.
red/mac
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- 23 Vertreterinnen und Vertreter aus 4 europäischen Partnerländern tauschten sich am 19. Oktober am Versuchszentrum Laimburg über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven aus. (Foto: LPA/Laimburg Research Centre/Agnese Martinelli) » [IMG 1 MB]
- Helga Salchegger, Leiterin des Fachbereichs Gartenbau am Versuchszentrum Laimburg (Foto: LPA/Laimburg Research Centre/Agnese Martinelli) » [IMG 1 MB]
- Kathrin Plunger, Leiterin der Arbeitsgruppe Landschaftsbau am Versuchszentrum Laimburg (Foto: LPA/Laimburg Research Centre/Agnese Martinelli) » [IMG 1 MB]
- Besichtigung des Schaugartens am Versuchszentrum Laimburg (Foto: LPA/Laimburg Research Centre/Agnese Martinelli) » [IMG 2 MB]
- Das Netzwerk "Natur im Garten" ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. Es fördert den Wissensaustausch, entwickelt gemeinsame Qualitätsstandards und stärkt die ökologische Gestaltung von Grünräumen. » [IMG 101 kB]