Tätigkeits- und Organisationsplan der Landesverwaltung erstellt

19.06.2026, 10:32

Landesregierung genehmigt Bericht zu Tätigkeits- und Organisationsplan 2025 – Fast 90 Prozent der Ziele wurden bereits erreicht – Moderne und nachhaltige Entwicklung der Verwaltung im Fokus

Erstmals hat die Landesverwaltung einen Bericht zum Integrierten Tätigkeits- und Organisationsplan (Piano integrato di attività e organizzazione, PIAO) erstellt. (Grafik: LPA/Generaldirektion)
Erstmals hat die Landesverwaltung einen Bericht zum Integrierten Tätigkeits- und Organisationsplan (Piano integrato di attività e organizzazione, PIAO) erstellt. (Grafik: LPA/Generaldirektion)

BOZEN (LPA). Erstmals hat die Landesverwaltung einen Bericht zum Integrierten Tätigkeits- und Organisationsplan (Piano integrato di attività e organizzazione, PIAO) erstellt. In ihrer Sitzung vom 18. Juni hat die Landesregierung das Dokument, auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher, verabschiedet.

 "Der Bericht zeichnet ein sehr positives Bild: 2025 wurden 89,3 Prozent der insgesamt 168 vorgesehenen strategischen Ziele planmäßig erreicht, die verbleibenden 10,7 Prozent befinden sich ebenfalls in Umsetzung", erklärt Generaldirektor Alexander Steiner. Auch bei den Indikatoren sei eine Verbesserung zu verzeichnen: "66,2 Prozent der Zielwerte wurden erreicht oder sogar übertroffen. Das ist im Vergleich zum Jahr 2024 eine deutliche Verbesserung der organisatorischen Performance der Landesverwaltung", ergänzt Steiner. "Die Landesverwaltung bekräftigt mit diesem Bericht ihr Engagement um eine kontinuierliche Verbesserung von Effizienz, Transparenz und Bürgerorientierung. Zugleich wird damit eine moderne und nachhaltige Entwicklung der öffentlichen Verwaltung gefördert", betont auch Landeshauptmann Kompatscher. 

Bisher hatte die Landesverwaltung mit dem Performance-Plan erstellt, nun folgt mit dem PIAO ein umfangreicheres Dokument, das dazu beitragen soll eine moderne, verantwortungsvolle und ergebnisorientierte Verwaltungsführung fördern soll. Im Bericht festgehalten ist unter anderem, dass unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit öffentlicher Dienstleistungen umgesetzt wurden. Dazu zählen der Ausbau der "Digi Points", die es mittlerweile in 22 Gemeinden gibt, die Weiterentwicklung des Portals myCIVIS im Rahmen des Projektes "Simply Digital" und bauliche Maßnahmen, die mehr Barrierefreiheit vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen ermöglichen. 

Fortschritte gibt es zudem in den Bereichen Transparenz und Korruptionsvorbeugung: Dazu zählen die Entwicklung vom systematischen Monitoring der Risikobereiche, die Einführung neuer Leitlinien zum Verhaltenskodex, die Aufnahme einer spezifischen Klausel zum "Pantouflage" (sprich der Wechsel von der öffentlichen Verwaltung in die Privatwirtschaft) in die Arbeitsverträge und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Bereich Personal werden flexible Arbeitsmodelle (wie das Smart Working) weiterhin intensiv genutzt, parallel dazu sollen gezielte Maßnahmen die Zahl der unbesetzten Stellen begrenzen. Ausgebaut wurde zudem das Monitoringsystem, vor allem durch die Einführung digitaler Instrumente zu Definition und Beurteilung individueller Ziele sowie durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen.

mdg/ck