Schulbibliotheken wollen sich vielfältig weiterentwickeln
Herbsttreffen der Schulbibliothekarinnen und -bibliothekare befasst sich mit aktuellen und künftigen Herausforderungen
BOZEN (LPA). In Südtirol gibt es rund 120 Bibliotheken, die Hälfte davon, um genau zu sein 66, sind Schulbibliotheken, bei denen 63 hauptamtliche Mitarbeitende arbeiten. Beim alljährlichen Herbsttreffen der Schulbibliothekarinnen und -bibliothekare stand der fachliche Austausch und die Frage, wie Schulbibliotheken den vielfältigen Anforderungen des Schulalltages heute und morgen gerecht werden können. Organisiert wurde das Treffen vom Amt für Bibliotheken und Lesen, vom Bibliotheksverband Südtirol und von der Landesbibliothek "Dr. Friedrich Teßmann". "Das Herbsttreffen hat einmal mehr gezeigt: Wenn Schulbibliothekarinnen und Schulbibliothekare zusammenkommen, treffen nicht nur unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aufeinander – es entsteht geballte Kompetenz. Und es zeigt sich vor allem die Bereitschaft, gemeinsam an einer lebendigen, zeitgemäßen und zukunftsorientierten Schulbibliothekslandschaft zu arbeiten", betont die Direktorin des Amtes für Bibliotheken und Lesen in der deutschen Kulturabteilung, Marion Gamper.
Dafür wurde an acht Tischen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen entwickelt. Einer der Schwerpunkte war die Leseförderung. Dabei wurde gemeinsam überlegt, wie Schülerinnen und Schüler fürs Lesen begeistert werden können, welche neuen digitalen Hilfsmittel dabei nützlich sein können und auch wie Bibliotheksräume gestaltet werden sollten, um zu einem Ort zu werden, an dem sich Schülerinnen und Schüler gerne aufhalten. Diskutiert wurde über die zunehmende Diversität an den Schulen und den damit verbundenen Herausforderungen, ebenso über die Wirksamkeit des Bibliothekenaudits und mögliche Anpassungen. Auch das Berufsbild des Schulbibliothekars oder der Schulbibliothekarin selbst stand im Fokus der Diskussionen: Neben der klassischen Bibliotheksarbeit zählen Angebote zur Leseförderung, zur Medienkompetenz, zur pädagogischen Unterstützung, zur Gestaltung von offenen Lern- und Begegnungsorten bereits zum Aufgabenfeld in einer Schulbibliothek. Man müsse darauf mit einem geeigneten Aus- und Weiterbildungsangebot reagieren und überlegen, welche künftigen Schwerpunkte noch dazukommen könnten, waren sich die Teilnehmenden einig.
red/ck
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- Schulbibliotheken (im Bild jene der FOS Meran) sind Lern- und Begegnungsorte, die sich mit den aktuellen Entwicklungen weiterentwickeln wollen. Dies wurde beim Herbsttreffen der Schulbibliothekarinnen und -bibliothekare diskutiert. (Foto: LPA/Peter Daldos) » [IMG 2 MB]
- Beim Herbsttreffen der 66 Schulbibliotheken Südtirols stand die Weiterentwicklung des Berufsbildes und der Aufgaben einer Schulbibliothek im Fokus. (Foto: LPA/Amt für Bibliotheken und Lesen) » [IMG 3 MB]
