Museale Objekte im Scheinwerferlicht

10.09.2026, 08:15

Sendereihe stellt unbekannte Objekte aus Museen und Sammlungen und die Menschen, die sich damit befassen vor – Sendestart am 14. September auf RAI Südtirol, ab Oktober auch auf RAI Alto Adige

Die erst kürzlich im Kloster Marienberg wiederentdeckte Christusdarstellung ist ein Dokument des Volksglaubens und soll die Dreifaltigkeit darstellen. (Foto: Landesamt für Museen und museale Forschung/Agostino Fuscaldo)
Die erst kürzlich im Kloster Marienberg wiederentdeckte Christusdarstellung ist ein Dokument des Volksglaubens und soll die Dreifaltigkeit darstellen. (Foto: Landesamt für Museen und museale Forschung/Agostino Fuscaldo)

BOZEN (LPA). Südtirol kann auf eine vielfältige, bunte Landschaft an Museen und Sammlungen blicken, die sich tagtäglich mit unzähligen Sammlungsobjekten befassen. Um diese Tätigkeit und die Objekte selbst einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat das Amt für Museen und museale Forschung die Sendereihe "Museen und Sammlungen in Südtirol. Das geheime Leben" in Auftrag gegeben. Dabei rücken die Arbeit mit den Sammlungen und die Menschen, welche die Objekte bewahren, erforschen, zusammentragen und vermitteln, in den Mittelpunkt. Unter den Einsendungen der Museen und Sammlungen wurden 20 Objekte aus 20 unterschiedlichen Häusern ausgewählt und thematisch gepaart. In insgesamt zehn Sendeterminen werden diese in den kommenden Monaten vorgestellt.

"Museen sind das Gedächtnis unseres Landes. In ihren Sammlungen bewahren sie Zeugnisse unserer Geschichte, unseres Alltags und unserer kulturellen Entwicklung. Vieles davon bleibt der Öffentlichkeit normalerweise verborgen", sagt Landesrat Philipp Achammer. "Die Sendereihe lenkt den Blick auf diese oft unsichtbaren Objekte und auf die Menschen, die unser kulturelles Erbe erforschen, bewahren und für kommende Generationen sichern."

Im Fokus des ersten Fernsehbeitrages, der am Montag, 14. September, auf RAI Südtirol (im Rahmen des Magazins "Kompass") und am 11. Oktober auf RAI Alto Adige im Morgenprogramm ausgestrahlt wird, stehen eine dreigesichtige Christusdarstellung aus dem Kloster Marienberg in Schlinig/Mals und eine Teiser Kugel des Mineralienmuseums Teis in Villnöß. Letzteres ist eine 3,5 mal 6 Zentimeter große "Madonna in der Teiser Kugel", in der über zehn Mineralien eingeschlossen sind. Die erst kürzlich in Marienberg wiederentdeckte Christusdarstellung ist ein Dokument des Volksglaubens und soll die Dreifaltigkeit darstellen. 

2026 und 2027 folgen weitere Sendebeiträge mit Objekten aus dem Pharmaziemuseum Brixen, dem Bergwerk Villanders, dem Naturmuseum, dem Kleinen Museum Lana, dem Frauenmuseum, dem Diözesanmuseum, dem Touriseum, der Villa Freischütz, dem Museion, dem MuseumHinterpasseier, dem Museum Gherdeina, dem Dorfmuseum Aldein, dem Ultner Talmuseum, dem Volkskundemuseum in Dietenheim, dem Südtiroler Bergbaumuseum, dem Museum Zeitreise Mensch, dem Lanserhaus Eppan und dem Vintschger Museum. 

Produziert wurden die Beiträge von Mediaart, mit Adina Guanieri als zuständiger Redakteurin. "Die Sendereihe ist eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der Arbeit mit Sammlungsobjekten und die Menschen, die museale Strukturen mit Begeisterung füllen und dies vermitteln, vorzustellen. Wir wollen damit die Begeisterung für Objekte, die Zeugen unserer Vergangenheit, Dokumente gesellschaftlicher Strömungen und künstlerischen Schaffens, fast vergessener Arbeitsweisen, des Erfindungsreichtums und der Kreativität sind, vermitteln", umschreibt der stellvertretende Direktor des Amtes für Museen und museale Forschung, Manuel Gatto, die Initiative.

Die vollständige Liste der dargestellten Objekte, der teilnehmenden Museen und Sammlungen sowie die Sendebeiträge sind ab Ende 2026 auch auf im Landeswebportal im Bereich Museen abrufbar.

ck