Mobilitätszentrum Innichen: Vereinbarung zwischen Land, Gemeinde, RFI

26.04.2026, 07:30

Modernes Mobilitätszentrum in Innichen: Einvernehmensprotokoll zwischen Land, Gemeinde und RFI – Neuer Pendlerparkplatz, Unterführung, bessere Bahnverbindungen und mehr Sicherheit

Zu den zentralen Maßnahmen des Abkommens zählen erhöhte Bahnsteige, die einen barrierefreien Zugang zu den Zügen ermöglichen. (Rendering: Gruppo FS)
Zu den zentralen Maßnahmen des Abkommens zählen erhöhte Bahnsteige, die einen barrierefreien Zugang zu den Zügen ermöglichen. (Rendering: Gruppo FS)

INNICHEN (LPA). Das Land Südtirol, die Gemeinde Innichen und der italienische Schienennetzbetreiber RFI (Rete Ferroviaria Italiana) haben ein Abkommen zur Umsetzung des "Masterplans Bahnhof Innichen" unterzeichnet. Ziel ist es, das Bahnhofsareal zu einem modernen und effizienten Mobilitätszentrum zu entwickeln.

In den vergangenen Jahren wurden technische, wirtschaftliche und rechtliche Analysen durchgeführt, auf deren Grundlage ein Plan zur Aufwertung des Bahnhofs und seiner Umgebung ausgearbeitet wurde. Ein wichtiger Punkt ist der Bau eines neuen Pendlerparkplatzes zwischen der Pustertaler Staatsstraße (SS49) und dem Bahnhofsgelände. Dadurch soll der Umstieg vom Auto auf den Zug erleichtert und der Verkehr im Ortszentrum reduziert werden.

Ein zentraler Punkt im Masterplan ist der Ausbau der Bahninfrastruktur. Geplant ist eine neue Unterführung mit Aufzügen, Treppen und erhöhten Bahnsteigen. Damit wird ein barrierefreier Zugang zu den Zügen ermöglicht. Zusätzlich soll dieser Durchgang unter der Pustertaler Staatsstraße verlängert werden, um den nördlichen Bereich und zukünftige Einrichtungen der Sicherheitskräfte besser anzubinden.

Auch die Südseite des Bahnhofs wird neu gestaltet: bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer, optimierte Bushaltestellen und eine neue Verkehrsführung sollen die oft überlastete Situation, besonders in der Hochsaison, verbessern. Die ersten Maßnahmen betreffen den nördlichen Bereich mit dem Pendlerparkplatz. Die Planung dafür läuft bereits. Der Masterplan ist so aufgebaut, dass die Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden können.

Die Zuständigkeiten sind klar verteilt: RFI ist für die Bahninfrastruktur verantwortlich, die Gemeinde Innichen für die Gestaltung der südlichen Seite und das Land über die STA (Südtiroler Transportstrukturen AG) für die Koordination und Mobilitätsmaßnahmen.

Parallel dazu wird auch die Bahnlinie im Pustertal insgesamt ausgebaut. Dabei sollen nach und nach Bahnübergänge entfernt werden. Die Übergänge in Vierschach und Toblach sind in Planung, für den Übergang Innichen West wurden die Arbeiten im Februar 2026 ausgeschrieben. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 vorgesehen.

"Mit dem Masterplan und den Maßnahmen entlang der Pustertalbahn machen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer moderneren, effizienteren und sichereren Bahninfrastruktur", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Besonders wichtig sei dabei die schrittweise Abschaffung der Bahnübergänge, um die Sicherheit zu erhöhen und den Bahnverkehr zuverlässiger zu machen.

Das Abkommen enthält derzeit noch keine konkreten finanziellen Zusagen, schafft aber die Grundlage für zukünftige Finanzierungen im Rahmen der Planung.

red/gm