Mobilität gemeinsam denken: Südtirol und Deutschland im Austausch

30.06.2026, 15:05

Parlamentarischer Staatssekretär Lange besucht Südtirol – Gespräche mit Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Alfreider sowie Besichtigung zentraler Mobilitätsprojekte

Gemeinsamer Austausch zu Mobilitätsthemen: (von links) Landesrat Daniel Alfreider, Parlamentarischer Staatssekretär Ulrich Lange, Landeshauptmann Arno Kompatscher. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
Gemeinsamer Austausch zu Mobilitätsthemen: (von links) Landesrat Daniel Alfreider, Parlamentarischer Staatssekretär Ulrich Lange, Landeshauptmann Arno Kompatscher. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland, Ulrich Lange, hat sich bei einem Besuch in Südtirol mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die Zusammenarbeit entlang des Brennerkorridors als wichtige Verkehrsachse im Herzen Europas und die die Weiterentwicklung der Bahn als Rückgrat der nachhaltigen Mobilität.

Im Rahmen der Delegationsreise von Staatssekretär Lange besuchte er gemeinsam mit Landesrat Alfreider mehrere zentrale Infrastrukturprojekte, darunter den Brennerbasistunnel (BBT), dem Küchelbergtunnel in Meran sowie die Rittner Seilbahn und die Rittner Schmalspurbahn als integrierter Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs.

"Südtirol ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Integration verschiedener Mobilitätsformen. Das Zusammenspiel von Bus, Bahn und Seilbahnen macht den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr besonders einfach und attraktiv", so der parlamentarische Staatssekretär Lange.  

Mobilität grenzüberschreitend denken

Beim Gespräch mit Landeshauptmann Kompatscher wurde die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervorgehoben. „Der Austausch war konstruktiv und zeigt, dass wir auf eine gute Partnerschaft Zusammenarbeit bauen können. Gerade beim Brennerkorridor als einer der wichtigsten Verbindungen Europas ist es entscheidend, dass die Länder und Regionen gemeinsam agieren und planen“, betonte Kompatscher. Der regelmäßige Dialog und eine enge Abstimmung seien zentral, um die großen Herausforderungen im Verkehrsbereich zu bewältigen.

Erfahrungsaustausch vertieft Zusammenarbeit

Mobilitätslandesrat Alfreider verwies darauf, dass er bereits im März in Berlin mit Staatssekretär Lange zusammengetroffen ist (LPA hat berichtet) und begrüßte die Fortsetzung des Austauschs in Südtirol: „Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Ulrich Lange haben wir einen verlässlichen Ansprechpartner und einen starken Partner für die Schiene. Gemeinsam treiben wir zentrale Initiativen wie den Brenner Digital Green Corridor voran und leisten einen wichtigen Beitrag zur besseren Vernetzung Europas. Die bestehenden Herausforderungen – insbesondere im Schienenverkehr – können wir nur im engen Schulterschluss erfolgreich bewältigen.“

Eindruck von Südtirols Projekten

Staatssekretär Lange zeigte sich beeindruckt von den besichtigten Projekten und der strategischen Ausrichtung der Mobilität in Südtirol: „Der Schienenverkehr verbindet uns. Die Fortschritte beim Brennerbasistunnel und beim Küchelbergtunnel sind beeindruckend. Südtirol zeigt, wie Mobilität modern geplant und vernetzt werden kann.“ Die Qualität der Infrastruktur und die Einbindung verschiedener Verkehrsträger seien beispielhaft.

Angepasster Zeitplan für Korridorsanierung entlastet Brennerachse

Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Alfreider begrüßten abschließend die Anpassung des Zeitplans für die Korridorsanierung auf der Strecke München–Rosenheim – ein Thema, zu dem sie mit dem Bundesministerium und mit der Deutschen Bahn im Austausch standen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die ursprünglich vorgesehene sechsmonatige Vollsperre durch mehrere zweimonatige Sperrphasen ab 2028 ersetzt werden soll. Damit konnte den mit einer Vollsperre einhergehenden erheblichen Belastungen für den Güter- und Personenverkehr auf der Schiene entlang der Brennerachse sowie einer möglichen Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straße entgegengewirkt werden.

red/kat