Lärmbelastung längs der Autobahn in Sterzing reduzieren

28.08.2026, 11:00

Projekt für Lärmschutzwände längs der Brennerautobahn (A22) in der Gemeinde Sterzing - Landesregierung ermächtigt Landeshauptmann, das Einvernehmen zu geben

So sollen die zwei neuen Lärmschutzwände aussehen: Die Lärmschutzwand „Tschöfs Nord 2“ (rechts im Bild) wird entlang der nördlichen Fahrbahn der Autobahn errichtet und eine Gesamtlänge von 588 Metern aufweisen, die Lärmschutzwand „Tschöfs Süd 3“ (links im Bild) entlang der Südspur der Brennerautobahn eine Gesamtlänge von 593 Metern. (Rendering: Brennerautobahn AG)
So sollen die zwei neuen Lärmschutzwände aussehen: Die Lärmschutzwand „Tschöfs Nord 2“ (rechts im Bild) wird entlang der nördlichen Fahrbahn der Autobahn errichtet und eine Gesamtlänge von 588 Metern aufweisen, die Lärmschutzwand „Tschöfs Süd 3“ (links im Bild) entlang der Südspur der Brennerautobahn eine Gesamtlänge von 593 Metern. (Rendering: Brennerautobahn AG)

STERZING (LPA). Die Brennerautobahn AG plant Arbeiten für den Neubau bzw. die Erneuerung und Verlängerung von Lärmschutzwänden entlang der Brennerautobahn im Abschnitt von Kilometer 11+543 bis Kilometer 13+374 in der Gemeinde Sterzing. Das Vorhaben wird im Rahmen des Lärmschutzplans der Brennerautobahngesellschaft durchgeführt und umfasst insgesamt drei Lärmschutzwände: „Tschöfs Süd 2“, „Tschöfs Nord 2 und Tschöfs Süd 3“.

Für die Ausführung der Bauarbeiten ist das Einvernehmen des Landes Südtirol nötig. In der Sitzung vom 28. August hat die Landesregierung Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu ermächtigt, dieses zu geben. Der zuständige Landesrat Peter Brunner hatte den Beschlussentwurf in die Landesregierung eingebracht: "Dieses Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Lärmbelastung im Raum Sterzing zu reduzieren und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern."

Positive Gutachten mit Auflagen

Die Gutachten der Landesämter für Geologie und Baustoffprüfung und für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord fielen positiv aus, auch die Gemeinde Sterzing hat dem Projekt der Brennerautobahn AG zugestimmt. Die Dienststellenkonferenz für den Umweltbereich hat das Vorhaben unter Einhaltung von Auflagen genehmigt. Diese sehen unter anderem einen wirksamen Vogelschutz (vogelsichere Muster) an den transparenten Teilen der Lärmschutzwände vor, um Vogelschlag zu verhindern bzw. zu minimieren.

"Die Errichtung von Lärmschutzwänden ermöglicht es uns, das Zusammenleben zwischen Autobahn und angrenzender Umgebung zu verbessern", unterstreicht der Präsident der Brennerautobahn AG Hartmann Reichhalter. "Auch im Wipptal in der Gemeinde Sterzing sollen die Lärmschutzwände für die Talschaft eine Entlastung bringen." Und der Technische Direktor Carlo Costa ergänzt: "Die Brennerautobahn AG hat bereits mit dem Bau von Lärmschutzwänden begonnen, als diese noch gar nicht gesetzlich vorgeschrieben waren – gerade in Südtirol. Heute gibt es entlang der A22 mehr als 93 Kilometer Lärmschutzwände mit einer Gesamtfläche von 403.630 Quadratmetern. Bei all diesen Maßnahmen achten wir auf eine bestmögliche Einbindung in das Landschaftsbild. Unser Plan sieht die Errichtung weiterer 133 Kilometer Lärmschutzwände vor. Aufgrund seiner orografischen Gegebenheiten wird Südtirol dabei höchste Aufmerksamkeit genießen.“

Zusatzinformationen

Die Lärmschutzwände bei Tschöfs im Detail

Die bestehende Lärmschutzwand Gogl-Hof – Tschöfs an der Südspur der Brennerautobahn, die 1998 errichtet worden ist und keinen angemessenen Lärmschutz mehr leistet, wird durch die insgesamt 454 Meter lange Lärmschutzwand „Tschöfs Süd 2 ersetzt und zugleich verlängert.

Zudem werden zwei neue Anlagen errichtet: Die Lärmschutzwand „Tschöfs Nord 2 wird entlang der nördlichen Fahrbahn der Autobahn errichtet und eine Gesamtlänge von 588 Metern aufweisen. Sie wird den Lärmschutz der Ortschaft Tschöfs vervollständigen, indem sie an die bestehenden Lärmschutzwände „Sterzing Nord“ und „Tschöfs Nord“ anschließt und zudem die Reflexion der Schallwellen mindert, die durch die neue Lärmschutzwand entlang der gegenüberliegenden Fahrspur entsteht.
Die Lärmschutzwand „Tschöfs Süd 3 schließlich wird eine Gesamtlänge von 593 Metern aufweisen und weitere Wohnhäuser entlang der Südspur der Brennerautobahn schützen. 

Je nach Abschnitt und Bauform werden sich die drei Lärmschutzwände aus Paneelen aus Acrylglas, Holzpaneelen sowie schallabsorbierenden Aluminiumplatten in verschiedenen Brauntönen zusammensetzen, die die Farben der Landschaft aufnehmen und Einblicke in das durchquerte Gebiet geben. 

„Dank transparenter, fensterartiger Abschnitte werden Teile der Außenlandschaft von der Autobahn aus sichtbar sein, und umgekehrt wird der Blick für diejenigen, die entlang des betroffenen Autobahnabschnitts wohnen, nicht versperrt“, unterstreicht Giorgio Gottardi, Direktor im Landesamt für Landesplanung und Kartografie.

mpi