Italienische Jugendarbeit: "Raum schaffen, Raum geben"
Mitarbeitende der Jugendarbeit italienischer Sprache geben ihre Erfahrungen in einer neuen Publikation weiter – Maßnahmen setzen Jugendarbeits-Strategie "Trova il tuo spazio" um
BOZEN (LPA). Die Jugendarbeits-Strategie "Trova il tuo spazio" kann nach der Schirmherrschaft des Ministeriums für Sport und Jugend und der Anerkennung des Bildungsministeriums für die Einführung der Bildungsräume für Jugendliche hat nun auch Percorsi di Secondo Welfare, eine staatliche Forschungseinrichtung für Fragen zu Wohlfahrt und sozialer Innovation, die Südtiroler Strategie lobend erwähnt.
"Die Beteiligung junger Menschen zu fördern bedeutet, in ihre Entwicklung als Bürgerinnen und Bürger zu investieren. Die Publikation 'Fare posto, dare spazio' entspringt genau dieser Vision und stellt eine wichtige Anerkennung der Arbeit unserer Jugendzentren dar", sagt der Landesrat für italienische Kultur, Marco Galateo.
Nähe, Mitgestaltung und partizipative Planung sind die Leitlinien der Strategie der italienischen Jugendarbeit. In diesem Sinne wurde im Jahr 2025 die Learning Education Community ins Leben gerufen, die vom Amt für Jugendarbeit in der italienischen Kulturabteilung gefördert wurde. Die Plattform zielt darauf ab, einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen, um damit Qualität der Jugendarbeit weiter zu verbessern und die Durchgängigkeit und Kontinuität in ganz Südtirol zu erhöhen. Teil der Publikation "Fare spazio, dare spazio" (Raum schaffen, Raum geben) ist ein "Toolkit", das als praktischer Leitfaden und "Werkzeugkasten" dient. Die Publikation richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, Jugend- und Sozialarbeitende. Darin behandelt werden die Bedingungen, um Beteiligung von Jugendlichen zu ermöglichen, die Rolle der Erwachsenen und Möglichkeiten Räume für Engagement und Entscheidungsfindung zu schaffen. Neben methodischen Hinweisen finden sich im Toolkit Praxisbeispiele für Mitgestaltungspfade im Alltagskontext. Das Toolkit wurde von Irene Sorrentino und Graziano Maino di Pares unter der wissenschaftlichen Leitung von Franca Maino erstellt und wird am Freitag, 12. Juni, von 11 bis 13 Uhr im Rahmen eines Webinars vorgestellt.
tl/ck