Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen und Meran nehmen Betrieb auf
Neue Gemeinschaftskrankenhäuser stärken wohnortnahe Gesundheitsversorgung – Betten für Menschen, die vorübergehend Pflege und Betreuung brauchen - Bindeglied zwischen Krankenhaus und Betreuung daheim
BOZEN/MERAN (LPA). Die neuen Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen und Meran sind am 3. Juni 2026 in Betrieb gegangen. Sie arbeiten parallel zu den sieben Gemeinschaftshäusern, die Ende Mai und Anfang Juni gestartet sind. Mit den beiden Gemeinschaftskrankenhäusern wird ein weiterer Baustein der wohnortnahen Gesundheitsversorgung umgesetzt.
Betten für die Betreuung zwischen Krankenhaus und Zuhause
"Mit den Gemeinschaftskrankenhäusern schließen wir eine wichtige Lücke zwischen der Akutversorgung im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause. Patientinnen und Patienten erhalten hier die notwendige Unterstützung, die sie in einer Übergangsphase benötigen, ohne dafür ein Akutbett zu belegen. Gemeinsam mit den Gemeinschaftshäusern stärken wir damit die wohnortnahe Versorgung und sorgen für eine bessere Vernetzung der Gesundheitsdienste", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Aufnahme ins Gemeinschaftskrankenhaus nur über den Arzt
Gemeinschaftskrankenhäuser sind also keine Krankenhäuser im herkömmlichen Sinn und auch keine direkte Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Dort aufgenommen werden Patientinnen und Patienten ausschließlich auf ärztliche Zuweisung zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn bei Patienten, die zu Hause betreut werden, vorübergehend eine gesundheitliche Betreuung erforderlich ist.
Kernstück der Einrichtungen sind die sogenannten Intermediärbetten. Sie sind für Patientinnen und Patienten gedacht, die klinisch stabil sind und kein Akutbett im Krankenhaus mehr benötigen, deren Gesundheitszustand jedoch weiterhin pflegerische Betreuung und medizinische Begleitung erfordert. Versorgt werden die Patienten vorwiegend durch Pflegefachkräfte, die von Ärzten unterstützt werden.
Neue Gemeinschaftskrankenhäuser in Meran, Bozen und Neumarkt bis 2028
Die neuen Einrichtungen sind Teil der Neuordnung der wohnortnahen Gesundheitsbetreuung und sind mit den anderen Einrichtungen und Gesundheitsdiensten vernetzt. Ziel ist es, die Versorgung stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten, Behandlungswege besser zu koordinieren und Gesundheitsleistungen verstärkt wohnortnah anzubieten, so das Gesundheitsressort.
Landesweit sind bis 2028 insgesamt drei Gemeinschaftskrankenhäuser in Meran, Bozen und Neumarkt geplant. Die nun eröffneten Strukturen in Bozen und Meran sind als Übergangslösungen eingerichtet worden. In Bozen befindet sich das Gemeinschaftskrankenhaus vorübergehend im W-Gebäude des Landeskrankenhauses in Moritzing, in Meran in den Räumen der ehemaligen Rehabilitationsabteilung im Krankenhaus. Beide Standorte werden bis zur Fertigstellung der entsprechenden Neubauten genutzt. Die Eröffnung des Neubaus in Meran ist für 2027 vorgesehen, jener in Bozen und Neumarkt für 2028.
red/san
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- Das Gemeinschaftskrankenhaus in Meran ist bereits aktiv und natürlich auch das Team (im Bild), das die Patientinnen und Patienten zwischen Akutmedizin und Betreuung zu Hause versorgt. (Foto: LPA) » [IMG 405 kB]
- "Mit den Gemeinschaftskrankenhäusern schließen wir eine wichtige Lücke zwischen der Akutversorgung im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause. Patientinnen und Patienten erhalten hier die notwendige Unterstützung, die sie in einer Übergangsphase benötigen, ohne dafür ein Akutbett zu belegen", sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. (Foto: LPA/Greta Stuefer) » [IMG 2 MB]
