Einsatz für das Berggebiet: Für Milchwirtschaft und Weinbauflächen

20.07.2026, 09:25

Direktor des Ressorts von Landesrat Luis Walcher trifft Ressortdirektor im Landwirtschaftsministerium - Einsatz für eine Anerkennung der Leistung der Landwirtschaft im Berggebiet

Anliegen der Südtiroler Landwirtschaft in Rom besprochen (von links): der Leiter der Abteilung Förderungen im Südtiroler Bauernbund Michael Crepaz, der Direktor des Südtiroler Bauernbundes Siegfried Rinner, die Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol Annemarie Kaser, der Ressortdirektor im Landwirtschaftsministerium Giuseppe Blasi, Ressortdirektor Ulrich Höllrigl,  die Leiterin des Bereichs Tierwohl und Nachhaltigkeit im Sennereiverband Südtirol Angelika Oberkofler, der Obmann des Südtiroler Bauernbundes Daniel Gasser (Foto: LPA)
Anliegen der Südtiroler Landwirtschaft in Rom besprochen (von links): der Leiter der Abteilung Förderungen im Südtiroler Bauernbund Michael Crepaz, der Direktor des Südtiroler Bauernbundes Siegfried Rinner, die Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol Annemarie Kaser, der Ressortdirektor im Landwirtschaftsministerium Giuseppe Blasi, Ressortdirektor Ulrich Höllrigl, die Leiterin des Bereichs Tierwohl und Nachhaltigkeit im Sennereiverband Südtirol Angelika Oberkofler, der Obmann des Südtiroler Bauernbundes Daniel Gasser (Foto: LPA)

ROM/BOZEN (LPA). Für eine Anerkennung der Leistung der Landwirtschaft im Berggebiet hat sich Ressortdirektor Ulrich Höllrigl am 15. Juli mit einer Delegation im Landwirtschaftsministerium in Rom ausgesprochen. "Beim Treffen mit dem Leiter des Ressorts für europäische und internationale politische Maßnahmen zur Förderung der ländlichen Entwicklung Giuseppe Blasi haben wir vor allem die Milchwirtschaft und die gekoppelte Milchkuhprämie und bürokratische Erleichterungen bei der Zertifizierung Classyfarm und staatliches Gütesiegel für mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (Sistema Qualità Nanzionale Benessere Animale SQNBA) thematisiert", berichtet Ressortdirektor Ulrich Höllrigl, derzeit auch geschäftsführender Direktor der Abteilung Landwirtschaft. Begleitet wurde er von der Direktorin des Sennereiverbands Südtirol Annemarie Kaser und der Tierwohl- und Nachhaltigkeitsbeauftragten im Sennereiverband Südtirol Angelika Oberkofler, dem Obmann des Südtiroler Bauernbundes Daniel Gasser, dem Direktor Siegfried Rinner sowie dem Leiter der Abteilung Förderungen Michael Crepaz.

Zudem wurden Aspekte der Berggebiete vertieft, vor allem die Berglandwirtschaft und die Öko-Regelung 1 (Echoschema 1), eine flächenbezogene Prämie, die den Tierwohl- und Gesundheitsaspekt in der Landwirtschaft fördert. "Von zentraler Bedeutung für Südtirol ist, dass die Leistungen der Landwirtschaft im Berggebiet weiterhin anerkannt werden", unterstreicht Ressortdirektor Höllrigl: "Wichtig ist auch, dass der bürokratische Aufwand bei der Tierwohl-Zertifizierung möglichst gering gehalten wird. Wir haben uns für Erleichterungen ausgesprochen, damit es auch für unsere vielen kleinen Betriebe möglich ist, die Anforderungen zu erfüllen." Die Vorschläge wurden vom Ressort für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus gemeinsam mit dem Sennereiverband und dem Bauernbund ausgearbeitet.

Ressortdirektor Blasi habe Verständnis für diese spezielle Situation gezeigt und signalisiert, dass einige der Südtiroler Lösungsvorschläge im nächsten Rundschreiben berücksichtigt werden, fasst Ressortdirektor Höllrigl zusammen. Thema des Arbeitsgesprächs war auch die Erhebung der Weinbauflächen. Südtirol ist Berggebiet, deshalb wird sehr viel Terrassenanbau betrieben, und es werden Flächen zum Wenden der Maschinen benötigt. Diese Terrassen- und Wendeflächen werden nicht immer als Weinbauflächen anerkannt, und dadurch werden die Flächen reduziert. Auch hier hat Ressortdirektor Blasi Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dabei hat Blasi den Wert und die zentrale Rolle der Landwirtschaft im Berggebiet zur Erhaltung des ländlichen Raums hervorgehoben und Südtirol als positives Beispiel benannt.

Angesprochen wurde auch, dass bei der nächsten Programmplanungsperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP die regionalen Schwerpunkte weiterhin berücksichtigt werden, damit Südtirol weiterhin Spielräume hat. Beispielsweise wurde in Südtirol ein Schwerpunkt auf die Förderung der Wirtschaftsgebäude wie Stallbauten gelegt. Auch das bewährte System der Erschwernispunkte ist ein Südtiroler Spezifikum, das weiterhin angewandt werden soll.

Landesrat Luis Walcher und seine Trentiner Amtskollegin Giulia Zanotelli setzen sich mit Unterstützung des Europaparlamentariers Herbert Dorfmann dafür ein, dass die Regionen ihre Spielräume in der Agrar- und Berglandwirtschaft weiterhin nutzen können, damit regionale Interessen – insbesondere in autonomen Gebieten wie Südtirol – gewahrt bleiben. Entsprechende Vorschläge wurden bereits an Brüssel übermittelt.

mac