Berufsschule "La prufesciunela" führt vierjährigen Ausbildungsweg ein

29.08.2026, 06:45

Landesregierung genehmigt neue Rahmenlehrpläne und vierjährige Ausbildungslehrgänge für Landesberufsschule für das Kunsthandwerk "La prufesciunela" in St. Ulrich in Gröden

Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden die Ausbildungsrichtungen Holzschnitzerei und Holzbildhauerei sowie Fassmalerei und dekorative Malerei an der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk "La prufesciunela" in St. Ulrich in Gröden vom derzeit dreijährigen auf einen vierjährigen Ausbildungsweg umgestellt. (Foto: LPA)
Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden die Ausbildungsrichtungen Holzschnitzerei und Holzbildhauerei sowie Fassmalerei und dekorative Malerei an der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk "La prufesciunela" in St. Ulrich in Gröden vom derzeit dreijährigen auf einen vierjährigen Ausbildungsweg umgestellt. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden die Ausbildungsrichtungen Holzschnitzerei und Holzbildhauerei sowie Fassmalerei und dekorative Malerei an der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk "La prufesciunela" in St. Ulrich in Gröden vom derzeit dreijährigen auf einen vierjährigen Ausbildungsweg umgestellt. Dies hat die Landesregierung in ihrer Sitzung vom 28. August auf Vorschlag von Landesrat Daniel Alfreider beschlossen.

Daten haben gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler, die das vierte Ausbildungsjahr abschließen, leichter Zugang zur Arbeitswelt finden als jene, die ihre Ausbildung bereits nach dem dritten Jahr beenden. Die Umstellung auf den vierjährigen Ausbildungsweg trägt somit der bereits deutlich erkennbaren Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler Rechnung, ihre Ausbildung fortzusetzen. Zudem wird eine Ausbildung angeboten, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht.

"Dieser Beschluss basiert auf einer konkreten Analyse der Daten zu den Ausbildungswegen unserer Schülerinnen und Schüler", erklärt Landesrat Alfreider: "Die Zahlen zeigen, dass die Fortsetzung der Ausbildung im vierten Jahr bereits Realität ist. Mit der Umstellung auf den vierjährigen Ausbildungsweg wollen wir diesem Bedarf Rechnung tragen und unseren jungen Menschen eine noch fundiertere Ausbildung sowie bessere Chancen auf einen qualifizierten Einstieg in die Arbeitswelt bieten."

"Die Entscheidung basiert auf der Analyse der Daten des Schüler-Informationssystems 'Popcorn‘“, erläutert Schuldirektorin Maria Teresa Mussner: "Diese hat gezeigt, dass mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Berufsschule ihre Ausbildung auch im vierten Jahr fortsetzen und auf diese Weise das Berufsbildungsdiplom erwerben."

Der neue vierjährige Ausbildungsweg ermöglicht es somit, das Bildungsangebot an die bereits etablierte Realität unter den Schülerinnen und Schülern anzupassen. Gleichzeitig wird die Kontinuität der Ausbildung gestärkt und der Erwerb des Berufsbildungsdiploms gefördert.

Für die Schülerinnen und Schüler, die derzeit das erste, zweite oder dritte Ausbildungsjahr besuchen, wird außerdem eine Übergangsregelung vorgesehen. Auf Antrag haben sie die Möglichkeit, das Berufsqualifikationsdiplom bereits nach Abschluss des dritten Jahres zu erwerben.

Die Neuausrichtung stellt einen weiteren Schritt zur Stärkung der Berufsausbildung in den Bereichen Kunsthandwerk und Holzverarbeitung dar, Bereiche, die einen wichtigen Bestandteil der Tradition und Identität in Gröden bilden.

red/mac