Ausstellung im Naturparkhaus Drei Zinnen widmet sich Stellungskrieg
Neue Sonderschau "Pictures in the Landscape" eröffnet Blick auf Landschaft und Historie zur Kriegszeit vor 110 Jahren - Bis Ende Oktober zu den regulären Öffnungszeiten zugänglich
TOBLACH (LPA). Historische Aufnahmen aus österreichischer und italienischer Frontperspektive stehen im Zentrum der neuen Ausstellung im Naturparkhaus Drei Zinnen. Auf eindrucksvolle Weise wird vom Kulturverein Pro Historia dargestellt, wie Landschaft und Geschichte miteinander verschmelzen können. Die Sonderschau, die bis Ende Oktober zu sehen ist, wurde am 16. Juli eröffnet.
"Unsere Naturparks sind weit mehr als geschützte Naturräume – sie sind auch Träger unserer Geschichte. Die Ausstellung 'Pictures in the Landscape' macht sichtbar, wie eng die einzigartige Landschaft der Dolomiten mit den Ereignissen des Ersten Weltkriegs verbunden ist", betont Peter Brunner, der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Gerade in einer Zeit, in der der Krieg in Europa wieder zur bitteren Realität geworden ist, erinnere die Ausstellung daran, wie wertvoll Frieden sei und wie wichtig es bleibe, aus der Geschichte zu lernen."
Florian Tauber, der Leiter des Naturparkhauses Drei Zinnen, freut sich bereits darauf, zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher bei der Sonderausstellung begrüßen zu dürfen. "Die Ausstellung greift ein zentrales Thema des Naturparks Drei Zinnen auf, das bis heute großes Interesse hervorruft. Sie erinnert an eine dunkle Epoche, die den Naturpark und die gesamte Dolomitenregion nachhaltig geprägt hat“, erklärte Tauber im Rahmen der Eröffnungsfeier. Führungsausschusspräsidentin Rosmarie Burgmann verwies in ihrer Begrüßung auf die Bedeutung des Naturparkhauses als Ort des Lernens und der Begegnung.
Kuratiert wurde die Ausstellung vom Kulturverein Pro Historia unter der Leitung des Historikers Curti Covi. Er öffnet den Besuchern den Blick auf eine Zeit, in der sich rund um die Drei Zinnen Soldaten Österreich-Ungarns und Italiens im erbitterten Stellungskrieg gegenüber standen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier ging Historiker Covi auf den wertvollen fotografischen Nachlass der beiden Experten Heinz von Lichem und Enrico Gualtieri ein. Durch die Gegenüberstellung von Fotografien beider Armeen, historischen Karten und wissenschaftlich aufbereiteten Informationen entstehe ein eindrucksvolles Panorama der Dolomitenfront.
Ziel des Naturparkhauses Drei Zinnen ist es, den Besucherinnen und Besuchern vor Augen zu führen, dass dieselben Berge, die heute Bergsteigerinnen, Bergsteiger und Naturfreunde aus aller Welt anziehen, einst zu den härtesten Frontabschnitten des Gebirgskrieges im Ersten Weltkrieg gehörten.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2026 von Dienstag bis Samstag , 9.30 bis 12.30 sowie 14.30 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich. Letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. An offiziellen Feiertagen, außer am 15. August, bleibt das Naturparkhaus geschlossen.
pir
Bildergalerie
Dokumente zum Herunterladen
- Details der neuen Sonderausstellung, die noch bis zum 31. Oktober im Naturparkhaus Drei Zinnen zu sehen ist. (Foto: LPA/Amt für Natur-Thomas Kiebacher) » [IMG 3 MB]
- Das Bild zeigt den Blick aus einer Kriegskaverne. (Foto: Dolomitiarchiv, Sammlung ADF) » [IMG 334 kB]
- Zahlreiche Fotos und Dokumente veranschaulichen den Stellungskrieg, der vor 110 Jahren rund um die Drei Zinnen stattfand. (Foto: LPA/Amt für Natur-Thomas Kiebacher) » [IMG 160 kB]
- Die neue Sonderschau "Pictures in the Landscape" im Naturparkhaus Drei Zinnen ist eröffnet: Im Bild die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnungsfeier, die am 16. Juli stattfand. (Foto: LPA/Amt für Natur-Thomas Kiebacher) » [IMG 166 kB]
- Kurator Curti Covi (Vierter von links) führte in das Thema ein. (Foto: LPA/Amt für Natur-Thomas Kiebacher) » [IMG 171 kB]
- Die in der Ausstellung gezeigten Exponate stammen Großteils aus dem Zeitraum 1915 bis 1917. (Foto: LPA/Amt für Natur-Thomas Kiebacher) » [IMG 162 kB]


